Das Projekt

Im Rahmen des vom Bundeskanzleramt Österreich, Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst geförderten wissenschaftlichen Projekts Aufbau eines Multimedia-Archivs zu den feministischen Arbeiten Elfriede Jelineks sowie Erstellung eines Gesamtbestandskatalogs (1.2.2008-31.1.2010) wurden die feministischen Arbeiten Elfriede Jelineks, ihre Zusammenarbeiten mit anderen Künstlerinnen sowie feministische Bearbeitungen ihrer Werke bibliographisch erfasst. Die dabei gewonnenen Informationen wurden in einer Datenbank erfasst und auf Basis des UNIDAM-Systems der Universität Wien im Internet zugänglich gemacht.
In dem auf diesen Arbeiten aufbauenden Projekt Körper – Macht – Medien. Elfriede Jelineks feministische Bezüge. Wissenschaftliche Auswertung und öffentliche Präsentation (1.4.2010-31.3.2012) geht es darum, die erfassten Materialien wissenschaftlich auszuwerten und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren, um dadurch eine Reflexion und Diskussion über die politisch-feministischen Positionen Elfriede Jelineks zu initiieren.
Als öffentliche Präsentationsformen wurden eine Buchpublikation und ein Symposium gewählt. Das Interdisziplinäre Wissenschaftsportal begleitet das Symposium.

Die von Stefanie Kaplan herausgegebene Buchpublikation „Die Frau hat keinen Ort“. Elfriede Jelineks feministische Bezüge beschäftigt sich mit dem Feminismus im Werk von Elfriede Jelinek, mit den Zusammenarbeiten Jelineks mit anderen Künstlerinnen sowie mit feministischen Bearbeitungen ihrer Werke und enthält Texte von Wissenschaftlerinnen, Journalistinnen, Dramaturginnen und
Künstlerinnen.
Die Auseinandersetzung mit patriarchal geprägten Machtstrukturen und Rollenbildern, die Beschreibung von Versuchen weiblicher Selbstbestimmung (und deren Scheitern), die Thematisierung von Pornografie und Sexualität sowie die Darstellung der künstlerisch schöpferischen Frau im Werk der österreichischen Schriftstellerin werden analysiert.
Das Buch gliedert sich in vier große Kapitel: Macht – Identität – Sexualität – Kunst. Primär- und Sekundärtexte werden miteinander kombiniert und mit Materialien wie Fotos, Filmstills, Konzepten, Typoskripten u.ä. illustriert.
Die Publikation, die im März 2012 im Wiener Praesens Verlag erscheint, enthält Beiträge von Sigrid Schmid-Bortenschlager, Cécile Chamayou-Kuhn, VALIE EXPORT, Regine Friedrich, Susanne Hochreiter, Elfriede Jelinek, Agnieszka Jezierska, Brigitte E. Jirku, Britta Kallin, Hildegard Kernmayer, Françoise Rétif und Irene Suchy.

Inhalt