Die Schöpfung (2010)

Elfriede Jelinek, Olga Neuwirth

Der Film Die Schöpfung entstand für die Lange Nacht der Kirchen 2010 und wurde im Rahmen des Schwerpunktes Himmel und Haydn in der Pfarre Eisenstadt Oberberg am 28.5.2010 uraufgeführt. Der Film arbeitet mit Klang/Bild-Montagen und setzt sich ironisch mit der Genesis, aber auch mit dem Thema der weiblichen Schöpfung auseinander. Jelinek steuerte für den Film den Text Mit der Zeit… bei, der bislang nicht veröffentlicht wurde. Der Film zeigt den künstlerischen Schaffungsprozess als Schöpfungsakt. Jelinek und Neuwirth, die von Gott geschaffen wurden, werden beim Schreiben und Komponieren gezeigt. Die Künstlerinnen stehen für Wort und Musik und deren Verbindungsmöglichkeit. Am Ende wird ihr Werk von Gott zerstört, der die Frage äußert: „Das sind die Zeugungen des Himmels und der Erde?“
Komposition und Video stammen von Olga Neuwirth, Elfriede Jelinek und Erwin Steinhauer sprechen den von Jelinek verfassten Text. Der Film ist unter folgendem Link abrufbar: http://blip.tv/lillevan-/die-schoepfung-the-creation-3905054

Jenny Schrödl: Schreien – Sprechen – Schweigen. Stimmlichkeit und Weiblichkeit bei EXPORT.JELINEK.NEUWIRTH

Die Theaterwissenschaftlerin Jenny Schrödl befasst sich in ihrem Vortrag Schreien – Sprechen – Schweigen. Stimmlichkeit und Weiblichkeit bei EXPORT.JELINEK.NEUWIRTH, der im Rahmen des Symposiums (ach, Stimme!) VALIE EXPORT, ELFRIEDE JELINEK, OLGA NEUWIRTH am 20.3.2012 gehalten wurde, mit dem weiblichen Schöpfertum mit und ohne Stimme, mit weiblichen Stimmen als Konstruktion, mit vokalen Grenzverwischungen zwischen den Geschlechtern und mit dem Entzug der weiblichen Stimme anhand von Olga Neuwirths und Elfriede Jelineks Film Die Schöpfung, VALIE EXPORTs Performancefilm I turn over the pictures of my voice in my head und dem dazu von Jelinek verfassten Essay Ungeduldetes, ungeduldiges Sichverschließen (ach, Stimme!) sowie Jelineks Hörspiel Für den Funk dramatisierte Ballade von drei wichtigen Männern sowie dem Personenkreis um sie herum.